Erfahrung
(Frankenberger
1997, S. 218): ... wird als die Quintessenz des
Auseinandersetzens
mit der Realität verstanden, und zwar als Produkt eines
Anhäufens
und Strukturierens von Faktenwissen (knowing that), das sich im Verlauf
des Anwendens und Bearbeitens im Gedächtnis verankert hat. Faktenwissen
enthält Fachwissen wie
das Wissen über Material,
Maschinen oder
auch Bearbeitungsroutinen. Neben dem Faktenwissen ist im
Erfahrungs„schatz”
auch das Regelwissen (knowing
how) gespeichert. Erfahrung wird gewonnen
aus dem Auseinandersetzen mit konkreten, selbst erlebten Situationen;
damit
ist Erfahrung vor allem handlungsbezogen, sehr individuell und schwer
reflektierbar.
Für das konkrete Handeln vermittelt Erfahrung die Möglichkeit
zu wissen, „wann was getan werden muss”.
Es wird von vielen Autoren
deshalb von „Erfahrungswissen”
(Ulich 1994,
S. 8) gesprochen.
In SZ Nr. 64, S.V1/1, 16./17.
März
1996 war zu lesen:
Diejenigen, die das „Erfahrungswissen”
besitzen, sprechen beispielsweise von „Materialgespür”,
- vom „Gespür” für Maschinen,
- von der Orientierung am Geräusch
der Anlagen,
- von blitzartigen Entscheidungen ohne langes Nachdenken,
- von
notwendiger Improvisation und Intuition.

Siehe auch: Lernen aus Erfahrung in Grotian, Beelich (2003, S.
188) und das „Kolb-Modell”

Weiterführende Literatur:
Beelich, Schwede 2002
| Dörner 1987
|
Frankenberger
1997
| Grotian, Beelich 2003
|
Ulich
1994
und

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Änderung: 02.01.2011

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